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Scheidungsmediation, freiberufliche Praxis/div. Gesellschaften

faelle

Fall:

Eine langjährige Ehe, das gemeinsame Kind besuchte noch die Grundschule. Das Ehepaar hatte einen gut gehenden freiberuflichen Betrieb gemeinsam aufgebaut, den der Ehemann leitete. Die Ehefrau war als Fachkraft in Teilzeit dort beschäftigt.

Besonderheit:

Die wirtschaftlichen Verhältnisse waren aufgrund der florierenden Praxis gut. Der Ehemann war Leistungsträger des Betriebes, die Ehefrau hatte an der guten Situation erheblichen Anteil, durch z.B. Kundenbindung, qualifizierte Arbeit, etc. Die Ehefrau arbeitete trotz Trennung im Betrieb weiter. Weitere Gesellschaftsbeteiligungen waren in der Trennungszeit zum Ausbau des Betriebes erforderlich. Eine Auszahlung der Ehefrau im Rahmen des Zugewinnausgleichs hätte eine erhebliche Schwächung des Betriebes bedeutet und zu starken wirtschaftlichen Einbußen geführt. Außerdem war beiden Ehepartnern an einer optimalen Betreuung des Sohnes gelegen, dem ggfs. später auch der Einstieg in den Betrieb ermöglicht werden sollte.

Was war wichtig:

In der Mediation konnte herausgearbeitet werden, dass der Ehemann seine Ehefrau für das Unternehmen als Mitarbeiterin weiter halten will. Er konnte ihren Wert für den Aufbau und Fortbestand des Unternehmens einschätzen und würdigen. Die Ehefrau konnte sich während der Mediation darüber klar werden, welchen Stellenwert für sie die Tätigkeit im Betrieb hat und Für und Wider abwägen. Es konnte eine klare Entscheidung zum Verbleib im Betrieb getroffen werden. Dies ermöglichte es, den Ausgleichsanspruch lediglich auf das Privatvermögen zu beschränken und einen Ausgleich des Betriebswertes auf einen späteren Zeitpunkt (Veräußerung des Betriebes/Übernahme durch den Sohn) zu verlegen.

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