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Nicht eheliche Lebensgemeinschaft, Einbeziehung der Kinder

faelle

Fall:

Eine langjährige nichteheliche Beziehung, aus der zwei Kinder im Alter von 15 und 12 Jahren hervorgegangen sind. Der Vater hat seine berufliche Entwicklung zunächst zugunsten der Kindererziehung hinten angestellt und das Einfamilienhaus, das im Volleigentum der Partnerin stand, aus- und umgebaut. Die Partnerin hat eine gut gehende freiberufliche Praxis aufgebaut.

Besonderheit:

Die Rollenverteilung war in dieser Beziehung „umgekehrt". Der Partner hatte durch seine handwerkliche Ausbildung wesentlich zum Ausbau des Hausanwesens beigetragen und damit das „Vermögen" der Partnerin gemehrt. Da das Haus nicht in seinem Eigentum stand, ist er aus dem Haus ausgezogen. Die pubertierenden Kinder wollten im Haus der Mutter bleiben. Die Kinder wurden in die Mediation einbezogen.

Was war wichtig:

Die Beziehung beider Elternteile zu den Kindern war sehr unterschiedlich, deswegen war es wichtig, dass die Mutter die Erziehungsleistung des Vaters und seine Beziehung zu den Kindern akzeptiert und würdigt. Andererseits konnte der Vater annehmen, dass die Mutter durch den Aufbau der Praxis die Kinder „zu wenig" hatte und das es gut ist, dass sie jetzt die „Mehr-Zeit" mit den Kindern genießt. Auch war es wichtig, dass die Mutter ihr Recht auf Betreuung nicht deswegen „verloren" hat, weil früher der Vater die Kinder überwiegend betreut hat. Durch den Einbezug der Kinder wurde klar, dass die Kinder ein Wechselmodell bevorzugen, das trotz aller Nachteile und Schwierigkeiten bei der Umsetzung, ihnen die Präsenz beider Elternteile im Tagesgeschehen ermöglicht.

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